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Knåda

Zwischen den Seen Ullungen und Vägnan liegt das Sässmangebiet und das Dorf Knåda. Hier fließt der Fluss Voxnan in einem weichen schlängelnden Verlauf und an beiden Seiten umgeben von kleinen und größeren Seen, Sumpfgebieten und Laubhainen. Dies sind Gebiete, die durch Frühjahrshochgewässer überschwemmt werden. Auf beiden Seiten streckt sich ein ausgeprägtes und uraltes Landwirtschaftgebiet mit Ackern, Wiesen und Scheunen. Die Höfe liegen dicht am Waldrand, gut geschützt gegen die Überschwemmungen vom Fluss. Eine Ausnahme ist der Hof Näs, der einsam mitten in Wiesenlandschaft liegt und der Hof Hoppet, der an der Südseite vom Fluss liegt. Hier hat man versucht mit Dämmen die jährlich wiederkommenden Überschwemmungen zu verhindern.

Die Höfe in Knåda liegen dicht am Waldrand im Norden.
Die Höfe in Knåda liegen dicht am Waldrand im Norden.
Foto Lars Lööv
 

Das Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur hat dazu beigetragen, dass dieses Gebiet von Reichsinteresse ist. Man hat festgestellt das es in diesem Gebiet 150 Vogelarten gibt. Der Autor Hans Lindman hat es "das singende Tal" genannt., Die alte Landstraße, die sich entlang vom südlichen Strand vom Fluss streckt, wurde bereits Mitte des 19.Jahrhundert als einer der aller schönsten Wege im Land erwähnt.

Südlich von Knåda liegt der Roprabäcken, und von hieraus hat man sich seit uralten Zeiten über den Fluss und weiter nach Süden fortbewegen können. Durch seine Lage wurde Knåda früh ein Knotenpunkt für den Handel.

Hier trafen sich Bauern von Nah und Fern, und somit entwickelte sich einer der am meisten erwähnten Märkte im Land.

 

Der Markt in Knåda

Zu damaligen Zeiten war es auf den Märkten, auf denen die Bauern die Überproduktion von ihren Höfen absetzen konnten und gleichzeitig das kaufen, was sie selber nicht herstellen. Das Dorf Knåda war zu allen Zeiten weit und breit bekannt für seine jährlich wiederkommenden Märkte. Hier bei den Höfen Hans und Olpas trafen sich die Menschen während ein paar Tage um den 20.Januar herum um einzukaufen, zu tauschen und mit einander zu verkehren. Der Markt in Knåda stand im Zusammenhang mit den regelmäßigen Winterreisen welche die Menschen aus Hälsingland, Jämtland und anderen Menschen aus Norrland kommend, nach Falun, Kopparberget und Hedemora machten.

Der Marktplatz   Die Menschen aus Jämtland kommen zum Markt in Knåda

Der Marktplatz                                                                             Die Menschen aus Jämtland kommen zum Markt
Gemälde von Olof Nilsson                                                          in Knåda
 

Hälsingegårdsvägen in Falun zeugt heute noch von diesen Handelsverbindungen. Die Märkte waren wichtig für die Ökonomie der Bauern aber auch für die Bevölkerung im übrigen. Mägde und Knechte waren auch dort und konnten hier Kontakte knüpfen und Waren kaufen. Für die Höfe in Knåda wurde der Markt zu einer Einnahmequelle. Auf gewissen Höfen vermietete man Räumlichkeiten für Übernachtungen, auf anderen gab es eine Gasstätte und auf wiederum anderen stelle man Räumlichkeiten für Zauberei und Akrobatik bereit. Mitten in all diesem streckte sich die Marktstrasse und befand sich ein Marktplatz.

Die alte Marktstraße in Knåda in moderner Zeit.    Der Hof Olpas, wo der Markt einmal stattfand.
Die alte Marktstraße in Knåda in moderner Zeit.          Der Hof Olpas, wo der Markt einmal stattfand.
Fotos Lars Lööv

 

Im Jahr 1843 hatte der Markt in Knåda so viel an Bedeutung gewonnen, dass er in den Kalender eingetragen und ein nationaler Handelplatz wurde. Dies führte mit sich, dass der Markt an Größe zunahm und seine absolute Glanzperiode zwischen 1850-1867 hatte, obwohl gleichzeitig eine neue Zeit begann und Edsbyn den Platz als neues Handelzentrum in der Gegend einnahm. Heute heißt die alte Marktstraße in Knåda Bodgatan, ist aber noch immer eine Handelsstraße.

 

Text Ingalill Tengvall

 

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